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Ein gemeinsamer Moodle Space für Diskussionen und Informationsaustausch rund um Digitalisierungsprojekte an der Hochschule.

Das „Netzwerk 4.0 der Musikhochschulen“ ist eine strategische Allianz von 18 der insgesamt 24 Musikhochschulen in Deutschland. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, gemeinsam die Potentiale der Digitalisierung für Lehre und Studium an Musikhochschulen zu erschließen.

Studiochor I - Studierende der Schulmusik und Erstfach Dirigieren Semester I-III

Schwarzes Brett für die Organization der Kammermusik in der FG6

Nationalstaatsbewegungen und Liberalismus prägten das 19. Jahrhundert gesellschaftspolitisch in ganz Eu-ropa. Damit ging auch die Selbstfindung als Kulturnation durch Sprache und Musik einher, wobei insbeson-dere der Oper eine große Bedeutung im Prozess der Nationswerdung und der Definition bürgerlicher Natio-nalkultur zukam. Mit dem Phänomen solcher ‚Nationalopern‘ beschäftigt sich das Seminar. Anhand verschie-dener Beispiele aus unterschiedlichen Regionen Europas werden wir untersuchen, in welchen Kontexten Opern als spezifisch national gedeutet wurden. Hierbei gehen wir unter anderem auf Carl Maria von Webers ‚deutsche‘ romantische Oper Der Freischütz und Giuseppe Verdis Rolle in den italienischen Einigungsbe-strebungen, dem Risorgimento, ein. Einen weiteren Schwerpunkt stellt der slawische Raum mit der ersten polnischen Nationaloper Halka von Stanislaw Moniuszko und ihrem russischen Pendant Ein Leben für den Zaren von Michail Glinka dar. Hierbei wird stets kritisch hinterfragt, wie nationale Identitäten konstruiert oder warum sie als solche rezipiert wurden und –wie eine Oper schon mal eine Revolution auslösen konnte.

Anmeldung zum Seminar bitte per Mail an patrick.mertens@zegk.uni-heidelberg.de

Das Seminar findet Coronabedingt in der Epiphaniaskirche statt.

Themenblöcke "Orchester":

(1) Bewerbung, Ensembleprofile, Stellenausschreibung, Vernetzung

(2) Positionierung, Orchester-/Ensemblestationen, Vorspiele, Musikergesundheit

(3) Verträge, Vergütung, Steuer, KSK, GVL, Berufs- und Dachverbände

Bitte beachten Sie, dass "Musikbusiness & Selfmanagement II" aus drei Pflichtseminaren besteht, die sie alle absolvieren müssen:

Orchester (Lang) | Konzertveranstalter (Meining) | Musikschulen (N.N.)

Themenblöcke "Orchester":

(1) Bewerbung, Ensembleprofile, Stellenausschreibung, Vernetzung

(2) Positionierung, künstlerische Orientierung, Orchester-/Ensemblestationen, Vorspiele, Musikergesundheit

(3) Verträge, Vergütung, Steuer, KSK, GVL, Berufs- und Dachverbände

Bitte beachten Sie, dass Examenskandidat:innen Priorität haben.
"Musikbusiness & Selfmanagement II" besteht aus drei Pflichtseminaren, die sie alle absolvieren müssen: Orchester (Lang) | Konzertveranstalter (Meining) | Musikschulen (N.N.)

JULI 2021: Kammermusiksaal


Themenblöcke "Orchester":

(1) Bewerbung, Ensembleprofile, Stellenausschreibung, Vernetzung

(2) Positionierung, künstlerische Orientierung, Orchester-/Ensemblestationen, Vorspiele, Musikergesundheit

(3) Verträge, Vergütung, Steuer, KSK, GVL, Berufs- und Dachverbände

Bitte beachten Sie, dass Examenskandidat:innen Priorität haben.
"Musikbusiness & Selfmanagement II" besteht aus drei Pflichtseminaren, die sie alle absolvieren müssen: Orchester (Lang) | Konzertveranstalter (Meining) | Musikschulen (N.N.)

JULI 2021: Kammermusiksaal

Der Kurs wendet sich an Studierende, die sich im regulären Gehörbildungsunterricht unterfordert fühlen oder aber auch nicht optimal gefördert werden (z.B. Absoluthörer). Inhaltlich setzt der Kurs auf die Inhalte des A-Kurses auf, jedoch können sowohl die Aufgaben etwas anspruchsvoller gestaltet oder aber auch zusätzliche Aufgabentypen hinzugenommen werden.

Unterrichtszeit und -ort: Montag, 16 Uhr, A 207 oder BBB

Der Kurs wendet sich an Studierende, die sich im regulären Gehörbildungsunterricht unterfordert fühlen oder aber auch nicht optimal gefördert werden (z.B. Absoluthörer). Inhaltlich setzt der Kurs auf die Inhalte des D-Kurses auf, jedoch können sowohl die Aufgaben etwas anspruchsvoller gestaltet oder aber auch zusätzliche Aufgabentypen hinzugenommen werden.

Unterrichtszeit und -ort: Montag, 9 Uhr, A 209 oder BBB


Das zweistündige Seminar beinhaltet gleichberechtigt die Fächer Satzlehre und Hörerziehung und beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der Musik Arcangelo Corellis. Dabei soll über höranalytische Aufgaben eine Vorstellung von stilistischen Merkmalen der Musik Corellis entwickelt werden, die Voraussetzung für die Erarbeitung stilgebundener Satzaufgaben ist.

Zentrale höranalytische Aufgabe ist das Erkennen von Satzmodellen und die Diskussion ihrer Funktion im musikalischen Verlauf (z.B. Modulation oder Auskomponierung eines neuen Tonartenbereichs). Im Bereich der Satzlehre soll auf der Grundlage einer gegebenen bezifferten Bass-Stimme ein langsamer Satz im Stile einer Triosonate geschrieben werden.

Unterrichtszeit und -ort: Montag, 14 Uhr, A 207 oder BBB

1. Kenntnisse des Musikmarkts und des Künstlermanagements

2. Arbeitsweise von Veranstaltern und Agenturen
3. Vom Angebot über die
Vertragsverhandlungen, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bis zur Durchführung
der Veranstaltung

Bitte füllen Sie zur Kursanmeldung den Anmeldebogen und das vorbereitende Aufgabenblatt aus und laden Sie es bis zum 15. Juni auf dieser Plattform hoch.

Den „Altvater deutscher Musik“ nannte Friedrich Rochlitz einst Johann Sebastian Bach (1685–1750), dessen Leben und Schaffen im Zentrum dieses Seminars stehen. Angefangen bei seinen ersten Anstellungen als Organist in Arnstadt und Mühlhausen, folgen wir Bachs Werdegang über Weimar und Köthen, wo er als Hofkapellmeister fungierte, bis nach Leipzig, wo er ab 1723 die begehrte Position des Thomaskantors innehatte. So unterschiedlich wie seine Anstellungen gestalten sich auch Bachs Kompositionen: Neben virtuosen Werken wie der „Toccata und Fuge in d-Moll“ finden sich höfische Bravourstücke wie die „Brandenburgischen Konzerte“. Bachs lebenslange Beschäftigung mit Kirchenmusik brachte darüber hinaus Kompositionen wie die „Matthäuspassion“, das „Weihnachtsoratorium“ oder die „h-Moll-Messe“ hervor. Schließlich gibt es noch den Kontrapunktiker Bach, von dessen Können das „Wohltemperierte Klavier“ oder die „Kunst der Fuge“ ein beeindruckendes Zeugnis ablegen. Im Seminar wird eine Auswahl von Bachs zentralen Kompositionen analytisch beleuchtet, in ihren zeitgeschichtlichen Kontext eingeordnet und auf ihre musikgeschichtliche Wirkung hin untersucht. Ein Blick auf die Bach-Rezeption und die Bach-Renaissance rundet das Seminar ab.

Bitte über Moodle oder per Mail an   patrick.mertens@staff.muho-mannheim.de  für das Seminar anmelden.

Bei Fragen zu Anmeldung oder Organisation des Seminars schreiben Sie gerne eine Mail an.


Welche Instrumente spielten die Griechen und Römer und welche Quellen überliefern ihr Musikrepertoire? Wie klang ihre Musik? Diesen Fragen wollen wir im Seminar nachgehen und zudem verdeutlichen, wie stark unser musikalisches Denken und Urteilen in antikem Verständnis wurzelt. Seit in der Renaissance die antike Kultur wiederentdeckt wurde, sind die Erzählungen über Götter und Helden in den Künsten wirksam. Antike Mythen boten den Stoff nicht nur für zahlreiche Barockopern. Höfische Dichter und Librettisten griffen auf mythische Erzählungen zurück, um ihre Auftraggeber in Szene zu setzten und die Legitimität von Macht und Herrschaft zum Ausdruck zu bringen. Doch auch Komponisten der Gegenwart fühlen sich durch mythologi- sche Stoffe inspiriert. Ganz unterschiedlich sind die zu behandelnden Vertonungen, die den Kanon antiker Mythen verändern, ihn umdeuten und umgestalten. Beispiele aus nahezu allen Gattungen (neben Opern auch Ballette, Melodramen, Oratorien, Kantaten, Madrigale und sinfonische Dichtungen) werden vorgestellt, interdisziplinäre Zugänge durch das Einbeziehen von Literatur, bildender Kunst, Theater und Musik 


Die Jahrzehnte nach 1850 sind geprägt von der Entwicklung der modernen Nationalstaaten in Europa und dem Kolonialismus. Bestimmende Themen der Zeit waren die nationale wie auch die soziale Frage. Die mit der Kolonialisierung einhergehende Aneignung des Fremden förderte zugleich die Sehnsucht nach einer Bestätigung des Eigenen. Nicht zufällig bildeten sich in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts etliche „Nationale Schulen“ aus, schrieben Komponisten Musik, die die nationale Identität stärken sollte, nutzten dafür Volksmusik und tradierte Musikstile. Außereuropäische Musik, wie sie etwa bei den Pariser Weltausstellungen zu hören war, inspirierten Claude Debussy bei seiner Suche nach neuen Klängen und Gestaltungsformen jenseits akademischer Traditionen. Im frühen 20. Jahrhundert gab auch der Jazz klassischen Komponisten wichtige Impulse. Auf die Auflösungstendenzen der tonalen Harmonik reagierten etwa Arnold Schönberg und Josef Matthias Hauer, in dem sie neue musikalische Ordnungssysteme schufen. Um 1900 waren es vielfältige Strömungen, die daran mitwirkten, die musikalische Moderne zu begründen. Das blieb nicht ohne Proteste des Publikums und führte zu manchem Skandalkonzert. Entscheidende Zäsuren setzen der Erste Weltkrieg und die entstehenden Diktaturen.

Musikgeschichte lässt sich auch aus der Perspektive der Interpreten erzählen. Die Lebenswelten der Berufsmusiker – darunter Sänger, Kirchen-, Militär- und Hofmusiker, Klavierlehrer und Dirigenten – änderten sich grundlegend. Umbrüche erfolgten auch durch technologische Entwicklungen wie die Erfindung der Schallplatte, des Films, des Rundfunks sowie neuer Musikinstrumente. Vorgestellt werden zum Kanon der Musikgeschichte gehörende, aber auch weniger bekannte Werke. Aus- gewählte Leseproben aus Lexika, Briefen oder Musikkritiken sowie Klangbeispiele ergänzen und vertiefen das Überblickswissen.



Brahms' Sinfonie Nr.3 F-Dur op.90 ist in vielerlei Hinsicht ein bemerkenswertes Werk: Einerseits handelt sich sich um hochemotionale, ausdrucksstarke Musik, auf der anderen Seite um das Werk eines Meisters, welcher souverän der Gattung Sinfonie seinen eigenen Stempel aufdrückt.  Und nicht zuletzt lassen sich in der Analyse typische Effekte progressiver romantischer Harmonik sowohl in Bezug auf großformale Zusammenhänge als auch im Detail zeigen.

In der gemeinsamen Kursarbeit soll ein Teil des viersätzigen Werkes gemeinsam erarbeitet werden. Für die mündliche Prüfung Werkanalyse werden den TeilnehmerInnen kürzere Ausschnitte zugeteilt, welche sie selbständig für das Prüfungsgespräch vorbereiten.

Unterrichtszeit und -ort: Montag, 10 Uhr, BBB

Unterrichtsbeginn: 04.04.22

Akkordsymbole - Voicings - Satztechniken - Instrumentenkunde - Jazz-Arrangements

Einführung in die Methodik der hohen Streicher. 

Bereits seit dem 15. Jahrhundert war Venedig ein Dreh- und Angelpunkt des Musiklebens, Schauplatz musikalischer Entwicklungen und Wirkungsstätte namhafter Komponisten. Im Rahmen des Seminars beschäftigen wir uns mit vielfältigen Meilensteine der Musikgeschichte, die sich in Venedig herausbildeten. So führte die Ausnutzung architektonischer Besonderheiten des Markusdoms im 16. Jahrhundert zu einer Blüte der Mehrchörigkeit. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts war Claudio Monteverdi hier Domkapellmeister. In seine Amtszeit fällt auch die Eröffnung des Teatro San Cassiano, dem ersten öffentlichen Opernhaus, was eine Neuausrichtung der jungen Gattung nach sich zog und zur Herausbildung des venezianischen Operntypus führte. Eine der Hauptwirkungsstätten Antonio Vivaldis, der wegweisend war für die Herausbildung des Solokonzerts, war das Ospedale della Pietà, einem Zentrum der musikalischen Ausbildung Venedigs. Der musikgeschichtliche Weg durch die Stadt mündet schließlich im 20. Jahrhundert und dem Musikzweig der Biennale di Venezia – Venedig hat sich zu einem internationalen Treffpunkt zeitgenössischer Komponisten gewandelt.


Der Komponist Franz Schubert wird wohl mit kaum einer anderen Gattung so stark assoziiert wie mit dem Kunstlied. Das Schubert’sche Liedschaffen umfasst dabei über 600 Werke, in denen der Komponist die bekanntesten Dichter seiner Zeit – wie Johann Wolfgang von Goethe, Wilhelm Müller oder Heinrich Heine (um nur einige zu nennen) – vertont. Durch die kunstvoll gearbeiteten Werke, mit denen Schubert einen neuen Liedtypus herausbildete, trug der Komponist maßgeblich dazu bei, das Lied als eine der zentralen Gattungen des 19. Jahrhunderts zu etablieren.

Im Rahmen des Seminars wird das umfangreiche Liedschaffen Schuberts untersucht. Dabei werden sowohl selbstständige Liedvertonungen (wie „Gretchen am Spinnrade“ oder „Der Erlkönig“) als auch Schuberts Liederzyklen (wie „Die schöne Müllerin“ oder „Winterreise“) beleuchtet. Ziel des Seminars ist es, einen möglichst breiten Einblick in das Schubert’sche Liedschaffen zu bieten und den Teilnehmerinnen und Teilnehmern zentrale Methoden zur literarischen wie musikalischen Analyse von Schuberts Liedern zu vermitteln. Neben der Analyse wird die Kontextualisierung der Lieder und ihre Verortung in der geschichtlichen Entwicklung der Gattung des Kunstliedes einen wichtigen Aspekt des Seminars bilden.


Bitte über Moodle oder per Mail an   patrick.mertens@staff.muho-mannheim.de  für das Seminar anmelden.

Bei Fragen zu Anmeldung oder Organisation des Seminars schreiben Sie gerne eine Mail an.

Mozart hielt sich einen Vogel, Richard Wagner war auf den Hund gekommen und Antonin Dvorak vernarrt in Tauben. In der Barockzeit tanzten Pferde bei Operndarbietungen Ballett und im 19. Jahrhundert Schildkröten den Can-Can, zumindest in Camilie Saint-Saëns‘ Karneval der Tiere. Lautäußerungen, Stimmen und Gesänge der Tiere forderten Komponisten zu allen Zeiten heraus, mit ihnen in einen Dialog zu treten. Musikalische Portraits von Tieren sind keine Seltenheit und musizierende Tiere tauchen in Märchen und Dichtungen auf, die wiederum den Stoff zu Liedern, Opern und Musicals liefern. Mancher Mensch mutiert hier zum Tier, Fabelwesen wie Drachen und Einhörner geben ebenfalls Stoff für Kompositionen unterschiedlichster Gattungen. Selbst Insekten bevölkern die Musikbühne. Doch mit welchen musikalischen Mitteln gelingt es Komponisten, die Physiognomie, die Lautäußerungen, den spezifischen Charakter eines Tieres einzufangen? Was erzählt diese kompositorische Auseinandersetzung mit der Tierwelt über das generelle Verhältnis des Menschen zum Tier? Wie prägen kulturgeschichtlich entstandene Zuweisungen die jeweiligen Auffassungen? Die Analysen und anzustellenden Überlegungen dienen auch als Bausteine zu einer ökologischen Ästhetik, die das Bewusstsein für die Gleichwertigkeit von Mensch und Tier schärft. Kunst und Musik vermögen Natur wie Tierwelt mit allen Sinnen begreifbar zu machen. Solche Begegnungen und Erfahrungen stärken das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines auf Erhalt der Umwelt zielenden Handelns.


Unterrichtszeit und -ort: Dienstag, 9 Uhr, A 207

Unterrichtszeit und -ort: Montag, 11 Uhr, A 207

Unterrichtszeit und -ort: Dienstag, 11 Uhr, A 207

Unterrichtszeit und -ort: Dienstag, 12.15 Uhr, BBB

Unterrichtszeit und -ort: Montag, 17.45 Uhr, A 207

Aufklärung, nationaler Freiheitskampf, Restauration – diese Leitbegriffe dienen als roter Faden beim Gang durch die Musikgeschichte von der Wiener Klassik bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. 

Das Musikleben Wiens zur Zeit von Haydn, Mozart und Beethoven wird ebenso thematisiert wie die Frage, welche Rolle Musik während der französischen Revolution und bei den natio­nalen Freiheitskämpfen spielte. Die Musikfeste in Deutschland zur Zeit des Vormärz und ihre Bedeutung für die demokratische Bewegung sowie die besondere Wertschätzung der Klavier­musik in der bürgerlichen Salonkultur werden in der Vorlesung ebenfalls erörtert. Dabei wird auch die neue Gattung des Nachtstücks anhand von ausgewählten Beispielen vorgestellt, ro­mantisches Naturverständnis anhand von Liedvertonungen verdeutlicht sowie die Geburt der Idee des Gesamtkunstwerks verfolgt. Seitenblicke auf neue Produktionstechniken wie die Li­thographie in der Notenherstellung, aber auch das Entstehen von „Musikalischen-Leihanstal­ten“ zu Beginn des 19. Jahrhunderts sind wichtig für eine Musikgeschichtsschreibung, die sich auch als Sozial-, Kultur- und Alltagsgeschichte versteht. Interpreten, Auftraggeber, Widmungs­träger der Kompositionen werden ebenso in den Blick genommen wie Fragestellungen der Gender-Forschung einbezogen. Vorgestellt werden populäre und weniger bekannte Werke, ausgewählte Leseproben aus Lexika, Briefen oder Musikkritiken sowie Klangbeispiele ergän­zen und vertiefen das Überblickswissen.


Unterrichtszeit und -ort: Montag, 10 Uhr, BBB

Im Zentrum der analytischen Arbeit stehen drei der „großen“ Klavierkonzerte von W.A. Mozart: KV 466 d-moll, KV 488 A-Dur und KV 491 c-moll

Im Verlauf des Kurses wird eines dieser Konzerte gemeinsam analysiert. Dabei sollen die in den vorausgegangenen Kursen erworbenen Kenntnisse zur Konzertform der Wiener Klassik einerseits sowie zu Harmonik, Satzmodellen, Kontrapunkt etc. andererseits angewendet werden.

Für die mündliche Prüfung (erst nach WA 2) wird jedem/jeder Kursteilnehmer*in ein Ausschnitt eines Satzes aus einem der beiden anderen Konzerte zugeteilt. Dieser soll einerseits in den formalen Verlauf des gesamten Satzes eingeordnet und andererseits im Detail analysiert werden.


Das Dirigierpraktikum/Studiochor II dient zur praktischen Anwendung der erworbenen Kompetenzen des Einzel- und Kleingruppen-Unterrichts in Dirigieren. Es wird vorwiegend mit internen Ensembles der Hochschule nach Einteilung durch den Lehrenden absolviert. Die Studierenden haben nach eingehendem Studium und Analyse einer Partitur die Möglichkeit, diese mit einem Chor in einer Probenphase praktisch zu erfahren und nach Eignung und Einteilung ggf. in einer Aufführung zu dirigieren. Die Teilnahme erfolgt nach Einteilung als aktiver oder passiver Dirigent.

Qualifikationsziele: Die Studierenden sind in der Lage, das im Dirigierunterricht Erlernte in der Praxis mit einem Chor anzuwenden. Vorbereitete Werke unterschiedlicher Epochen und kompositorischer Schreibweisen können mit einem vokalen oder instrumentalen Ensemble in sinnvoller und effektiver Weise einstudiert und qualitativ verbessert werden.